Mineralwolle mit Bio-Touch

By | August 12, 2015

Die führenden Herstellerfirmen für Mineralwolle-Dämmstoffe haben seit Anbeginn der Diskussion um eine mögliche Gesundheitsschädigung durch Mineralfaser-Feinstäube den Standpunkt vertreten, ein Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und Mineralfasern sei nicht gegeben. Langjährige Reihenuntersuchungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an mehr als 50 000 Beschäftigten der Glas- und Steinwolle-Indu-strie hätten diese These bestätigt, internationale Experten geben ähnliche Einschätzungen ab.

Der Ausschuß für Gefahrstoffe (AGS), der seinerzeit die Einstufung in die Kategorie 2, krebserzeugend in Tierversuchen, Kanzerogeni-tätsindex (Index für Krebsgefährdung) KI < 30, vorgenommen hatte, hat sich erneut mit der Einstufung von Faserstäuben befaßt. Daraus resultiert eine Empfehlung an den Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, für alle künstlichen Mineralfasern aus Glas-,

Stein- und Schlak-kenwolle sowie für Keramikfasern eine Bewertung auf der Grundlage des Kanzerogenitäts-indexes vorzunehmen.

Die Mineralfaser-Produzenten haben schnell reagiert. Glas- und Steinwolle-Dämm-stoffe der heute üblichen chemischen Zusammensetzung
würden noch in die Kategorie 2, Kanzerogenitäts-index KI unter 30, fallen. Der deutsche Marktführer bei Glas- und Steinwolle-Produkten, G+H, hat aufgrund der von der AGS entwickelten Formel die Rezeptur seiner Dämmstoffe so abgeändert, daß sie in Zukunft unter Beibehaltung aller bisherigen Produkteigenschaften eine sehr viel höhere Biolöslichkeit besitzen. Dadurch entsprechen sie einem Kanzerogenitäts-index von KI > 40. Das bedeutet: keine Einstufung als Gefahrstoff. Und somit kein Verdacht auf ein krebserzeugendes Potential!
Die Deutsche Rockwool Mineralwoll-GmbH, die ausschließlich Dämmstoffe aus Steinwolle produziert, setzt ebenfalls auf eine Verbesserung der Bio-Eigen-schaften. Im Klartext: Feinste Faserpartikel, die beim Produzieren oder Verarbeiten in die Lunge gelangen, werden bei der neuen Rock-wool-Qualität drei bis zehnmal schneller vom Körper abgebaut als zuvor.

Was hat der Seibermacher von alledem? Er braucht sich beim Verarbeiten von Mineralfasern nicht mehr zu sorgen, daß er damit seiner Gesundheit Schaden zufügen könnte.

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