Das Dungen

By | Juni 11, 2017

Für eine solche Nährstoffversorgung unserer Zimmerpflanzen stehen gebrauchsfertige Nährsalzmischungen zur Verfügung, die in allen Fachgeschäften erhältlich sind. Diese Nährsalzkonzentrate enthalten die für ein normales Wachstum der Pflanzen notwendigen Mineralstoffe und Spurenelemente in einem für die Mehrzahl unserer Zimmerpflanzen zuträglichen Mischungsverhältnis.

Von den pulverförmigen Nährsalzmischungen wird in der Regel eine 0,l%ige Düngerlösung hergestellt, indem man 1 Gramm in einem Liter Wasser auflöst. Mit dieser Lösung sollte man dann alle 2 bis 3 Wochen düngen. Um die Dosierung der Düngerlösung für die Zimmerpflanzenpflege zu erleichtern, werden einige der bekannten Nährsalzmischungen (die vor allem auch für die erdelose Kultur von Zimmerpflanzen geeignet sind; vgl. S. 193) in Tablettenform hergestellt-. Die Tabletten wiegen meist 1 Gramm, so daß eine Tablette in einem Liter Wasser gelöst, die notwendige 0,1 %ige Düngerlösung ergibt.

Nachfolgend seien einige der Nährsalzmischungen genannt: Pflanzennährsalz „Hydral“ (in Pulver- und Tablettenform)

Nährsalzkonzentrat „Wopil“ (in Pulver- und Tablettenform) Blumendünger „Floraphil“ (in Pulverform)

Kakteendünger „Tropaphil“ (in Pulverform)

Pflanzennahrung „Zoroflor“ (flüssige Nährsalzlösung).

Der Erfolg einer zusätzlichen Ernährung unserer in Erde kultivierten Zimmerpflanzen ist neben der Wahl des geeigneten Düngemittels und seiner Dosierung vom ausreichenden Wassergehalt der Erde und von der Witterung abhängig.

Es dürfen nur Pflanzen mit feuchtem Erdbällen gedüngt werden. Ist die Topferde trocken, dann treten durch die hohe Konzentration der Nährstoffe leicht Wurzel Verbrennungen auf, zumal wenn mineralische Nährlösungen verwendet werden.

Zum Düngen ist ein Tag mit bedecktem Himmel zu wählen und als Tageszeit der Abend dem Morgen vorzuziehen. Bei Sonnenbestrahlung kann ein Benetzen der Blätter mit Nährlösung leicht zu Verbrennungen führen. Aber auch an trüben Tagen oder abends ist darauf zu achten, daß man die oberirdischen Pflanzenteile nicht mit der Nährlösung befeuchtet.

Im allgemeinen sind in kürzeren Zeitabständen wiederholte schwache Gaben von größerer Wirkung als selten verabreichte mit höherer Konzentration der Nährstoffe. Je rascher sich das Wachstum vollzieht, um so häufiger und kräftiger kann die flüssige Düngung sein. Keinesfalls sollte man bei Temperaturen düngen, die die normalen Lebensfunktionen der Pflanzen ungünstig beeinflussen. Auch kurz nach dem Verpflanzen, so lange die gestörten Wurzelfunktionen nicht wieder hergestellt sind, muß das Düngen unterbleiben. Durch einen Nährlösungsguß einige Tage vor dem Verpflanzen versorgen wir die Pflanzen mit einem Vorrat an Aufbaustoffen bis zur neuen Wurzelbildung.

Überdüngte Pflanzen weisen oft außergewöhnlich große, weiche, gegen Belichtung empfindliche und für Krankheiten und Schädlinge besonders anfällige Blätter an langen, dünnen Trieben auf. Daß sich eine einseitige Düngung – und somit ein Mangel der anderen Hauptnährstoffe – sehr ungünstig auswirkt, ist aus den Betrachtungen der einzelnen Nährstoffe und ihres Einflusses auf die Lebens Vorgänge zu ersehen.

Besonders vorsichtig soll man buntblättrige Pflanzen düngen, bei denen recht sparsame Ernährung oder gar „Hunger“ in vielen Fällen die Färbung und Zeichnung fördert, während ein Zuviel an Nahrung leicht zum Vergrünen führt.

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